Programmpunkt 1: BioShift Energy | TU Graz
BioShift Energy entwickelt eine dezentrale Lösung zur Erzeugung von grünem Gas aus Biomasse- und Agrarreststoffen. Bei der Exkursion wird der aktuelle Prototyp an der
TU Graz besichtigt und gezeigt, wie aus Reststoffen Gas, Wärme und Biokohle entstehen können. Besonders spannend: TeilnehmerInnen können eigene getrocknete und auf unter 1 cm zerkleinerte Reststoffe mitbringen und erfahren, ob und wie diese für den
BioShift-Prozess geeignet sind. Im Mittelpunkt stehen Praxiserfahrungen, mögliche Einsatzbereiche und die nächsten Entwicklungsschritte der Technologie
Programmpunkt 2: Holzcluster Steiermark & Forschungsprojekt NEEst | TU Graz
Der Holzcluster Steiermark zeigt anhand konkreter Forschungs- und Innovationsprojekte, wie Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft in der Forst- und Holzwirtschaft praktisch umgesetzt werden können.
Ein Beispiel ist UniStrand, bei dem ein neuer Holzwerkstoff aus länglichen, gezielt ausgerichteten Holzspänen entwickelt wurde. Dafür können auch nicht sägefähige Laub- und Nadelholzsortimente genutzt werden. Durch die Verarbeitung zu tragfähigen Platten sollen vorhandene Holzressourcen effizienter eingesetzt und neue Möglichkeiten im mehrgeschossigen Holzbau geschaffen werden.
Ein weiteres Forschungsprojekt ist BIOCHARm, das unter der Leitung der TU Graz gemeinsam mit dem Holzcluster Steiermark und weiteren Partnern aus Forschung und Wirtschaft umgesetzt wird. Im Projekt wird untersucht, wie aus biogenen Reststoffen gewonnene Pflanzenkohle als neuer Rohstoff für nachhaltige Baustoffe genutzt werden kann.
Im Anschluss daran wird ein Kooperationsprojekt (NEESt – Natural Ecologic & Economic Structures) zwischen dem Holzcluster Steiermark und dem Institut für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz vorgestellt. Das Projekt zeigt, wie natürliche Baumformen, digitale Planung und wiederverwendbare Holzkonstruktionen neue Wege für den zirkulären Holzbau eröffnen. Damit werden unterschiedliche Ansätze sichtbar, um Holz und biogene Reststoffe hochwertig zu nutzen und neue regionale Wertschöpfungsketten zu entwickeln.
Programmpunkt
3: Modellregion Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft
Steirisches
Vulkanland |
Feldbach & Einrichtungswerkstätte Gross | Fehring
Die Modellregion Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft Steirisches Vulkanland zeigt, wie Bioökonomie mit kleinteiligen, praxisnahen Lösungen regional umgesetzt und langfristig verankert werden kann. Schwerpunkte liegen unter anderem auf klimafittem Wald und Boden, regionalen Ressourcen und biogenen Reststoffen. Vorgestellt werden Erfahrungen aus der Modellregion und konkrete Umsetzungsbeispiele, wie zum Beispiel die Börse für nachwachsende Rohstoffe.
Im Rahmen einer Besichtigung der Einrichtungswerkstätte Gross wird regionale Wertschöpfung aus Holz direkt am Betrieb sichtbar. Die Tischlerei zeigt, wie heimische Hölzer mit traditionellem Handwerk und moderner Technik zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden.
Ansprechpartner
Ing. Mag. Georg Gumpinger
Projektleiter
Mail: info@gutundco.at
Tel: 0660 / 8237311
Sandra Lilg, BSc MA
Projektleiterin
Mail: info@eieo-energieberatung.at
Tel: 0650 / 5678012
Dipl.-Ing. Christoph Mader
LEADER-Region Mostlandl Hausruck
Mail: mader@mostlandl-hausruck.at
Tel: 0676 / 656 2928
DDI Josef Wolfthaler
LEADER-Region Traun4tler Alpenvorland
Mail:
office@leader-alpenvorland.at
Tel:
0681/ 2060 5176
DI Felix Fößleitner
LEADER-Region Nationalpark Kalkalpen
Mail:
felix.foessleitner@leader-kalkalpen.at
Tel: 0699/ 18848482
Christina Gnadlinger
LEADER-Region Wels Land
Mail:
gnadlinger@lewel.at
Tel: 0664/73729382
Susanne Kreinecker
LEADER-Region Eferdinger Land
Mail:
kreinecker@regef.at
Tel:
0664/3933511
Was ist Bioökonomie?
Die Bioökonomie steht für eine nachhaltige, natürliche Kreislaufwirtschaft, in der Ressourcen effizient genutzt werden. Angetrieben von wissenschaftlichem Fortschritt entstehen dabei innovative und umweltfreundliche Produkte, die helfen, fossile Rohstoffe wie Erdöl, Gas oder Kohle zu ersetzen. Stattdessen kommen Pflanzen, Tiere und organische Reststoffe zum Einsatz – also Rohstoffe aus der Natur.
Während die Bioökonomie fragt: „Was kann ich aus biologischen Rohstoffen machen?“, beschäftigt sich die Kreislaufwirtschaft mit der Frage: „Wie kann ich Abfälle vermeiden und Rohstoffe wiederverwenden?“
Zusammen sorgen beide dafür, dass wir weniger endliche Ressourcen verbrauchen – und so Klima und Umwelt schonen.